Freiburgs Verkehrschaos: Wer hat hier eigentlich die Kontrolle verloren?

Es ist kein Geheimnis mehr: Freiburgs Straßen sind ein einziges Schlachtfeld. Doch während die Stadtverwaltung von „Verkehrswende“ und „nachhaltiger Mobilität“ spricht, sieht die Realität anders aus. Drei Kilometer B31a-Baustelle, die den Verkehr auf der Hauptschlagader der Stadt für 90 Minuten lahmlegen? Das klingt dramatisch – und ist es auch. Aber stimmt das wirklich?

Die B31a: Eine Baustelle, die alles blockiert

Laut Badischer Zeitung erstreckt sich die aktuelle Sanierung auf der B31a über drei Kilometer – von der Berliner Allee bis zur Anschlussstelle Lehen. Doch während die Stadt von „gezielter Verkehrsumleitung“ spricht, fehlt etwas Entscheidendes: Hinweisschilder. Kein Schild an der Schnewlinstraße, keine Warnung an der Abzweigung zur B31a. Stattdessen: Staus, die sich kilometerlang ziehen.

Die Badische Zeitung berichtet von 7,4 Kilometern Stau in anderthalb Stunden – eine Angabe, die zwar nicht wörtlich bestätigt wird, aber durch andere Berichte gestützt wird. So heißt es etwa, dass Autofahrer „für wenige Kilometer bis zu 90 Minuten“ benötigen. Ob das exakt stimmt, ist schwer zu verifizieren – aber dass die Staus extrem sind, belegen mehrere Quellen.

Die Ausweichrouten: Ein zweites Desaster

Während die B31a zugemüllt wird, passiert auf den Alternativrouten dasselbe. Die Paduaallee ist gesperrt, die Habsburger- und Zähringerstraße ebenfalls von Baustellen betroffen. Wer versucht, über die Innenstadt auszuweichen, landet im nächsten Stau. Keine Umleitung, keine klare Kommunikation – nur Chaos.

Die Stadt argumentiert, man wolle den Verkehr umverteilen. Doch statt einer koordinierten Planung sieht es aus, als würde man einfach Baustelle um Baustelle setzen, ohne Rücksicht auf die Folgen.

Wer trägt die Verantwortung?

  • Die Stadt Freiburg? Sie plant die Baustellen, aber wer koordiniert sie wirklich?
  • Das Land Baden-Württemberg? Die B31a ist eine Landesstraße – doch die Abstimmung mit der Stadt scheint zu fehlen.
  • Die Rettungskräfte? Sie müssen sich durch den Stau kämpfen, während die Stadt von „Verkehrsberuhigung“ spricht.

Ist das Absicht? Soll Autofahren so unattraktiv werden, dass die Leute freiwillig auf Bus und Rad umsteigen? Oder ist es einfach mangelnde Planung, fehlende Kommunikation und ein System, das längst nicht mehr funktioniert?

Freiburgs Verkehrspolitik braucht dringend eine Kurskorrektur

Eines ist klar: So kann es nicht weitergehen. Entweder die Stadt ändert ihre Strategie – oder sie akzeptiert, dass sie mit ihrer Politik Autofahrer gezielt verprellen will. Doch wer auch immer hier die Verantwortung trägt: Es ist Zeit, dass jemand die Reißleine zieht.